Aktuelles

Gedenktag der Heiligsprechung Crescentias

Einen festlichen Gottesdienst durften wir anlässlich des Gedenktages der Heilig-sprechung von Crescentia am 25. November  in der Pfarrkirche St. Martin feiern.

Die Messfeier wurde von den Kirchen-chören St. Martin und Heilige Familie sowie einem Bläserensemble mit der Deutschen Choralmesse von L. Hahn musikalisch gestaltet. Auch Fahnenträger aus verschiedenen Kaufbeurer Vereinen erwiesen der Heiligen die Ehre.

Als Hauptzelebrant kam der Regens des Augsburger Priesterseminars Domkapitular Dr. Michael Kreuzer gerne in seine Heimatstadt. Er zeichnete in seiner Predigt ein menschliches Bild der Heiligen. So führte er aus, dass auch Crescentia Zeiten der inneren Anfechtung und geistlichen Trockenheit kannte. In einer solchen Zeit hatte die Klosterfrau die Vision von Christus, der ihr in einer stürmischen Nacht im Birnbaum vor ihrem Fenster erschien. Heute erzählt ein großes Gemälde im Klosterhof von dieser Begegnung. Crescentia könne uns allen den „Blick auf Christus im Birnbaum“ er-möglichen und uns daran erinnern, dass ER in unserem Herzen ruhe, auch wenn wir IHN nicht spüren. Mit diesen trostreichen Gedanken schloss Domkapitular Dr. Kreuzer seine Ansprache.

Wegen des Regenwetters konnte die ge-
plante Lichterprozession zum Kloster nicht stattfinden. Vielleicht wurde für einige Gottesdienstbesucher aber trotzdem etwas von der Hoffnung deutlich, die uns Crescentia vermittelt, so dass sie dieses „Hoffnungslicht“ in ihren Alltag tragen können.

Bilder vom Festgottesdienst finden Sie hier.

 

 

 

Lieder und Texte, die das Herz berühren

"Die schönste und kostbarste Entdeckung im Jahr 2016: die heilige Crescentia und ihr Kloster in Kaufbeuren.“

So beschreibt Pfarrer Heinz Purrer die Begegnung mit der Heiligen. Dieses Berührtsein ließ Schwester M. Martha, die ihr schon lange vertraute Spiritualität der Namensgeberin ihres Klosters neu entdecken. Als Frucht daraus entstand die CD „In Gottes Hand. Lieder und Worte inspiriert von der hl. Crescentia

Sie kann im Klosterladen gegen eine Spende erworben werden. Diese kommt unserer Internatsstiftung St. Maria zugute. 

Die Texte und Lieder sind mehr als eine Lebensbeschreibung Crescentias. Sie sind Glaubenszeugnis und zeigen, dass die Heilige nach wie vor Herzen berührt und Menschen verbindet. Diese Erfahrung wollen Schwester M. Martha und Heinz Purrer vielen Menschen schenken, damit es immer wieder geschieht, „dass sich Himmel und Erde berühren“, wie es die beiden formulieren.

Hörproben finden Sie hier.

 

 

Feier der Ordensjubiläen im Kloster

Unsere Jubilarinnen von links nach rechts:
Sr. M. Avellina (65 Jahre), Sr.  M. Fortunata (60 Jahre) und Sr. M. Maximiliana (65 Jahre)

Wir Schwestern hatten an Erntedank in vielfacher Hinsicht Anlass zu danken. Beim Ordensjubiläum von Sr. M. Avellina (65 Jahre), Sr. M. Maximiliana (65 Jahre) und Sr.  M. Fortunata (60 Jahre) durften wir Danke sagen für die „Ernte“ all dieser Jahre des treuen  Dienstes als Ordensfrau. Das frohe Fest begann mit einer Eucharistiefeier in der Kloster-kirche. Unser Seelsorger, Pfarrer Karl Rottach, ging in seiner Festpredigt auf die Stationen im Ordensleben der drei Jubilarinnen ein. Ihr Ja, das die drei Schwestern vor langer Zeit zur Christusnachfolge im Crescentiakloster gaben, haben sie Jahr um Jahr in Hingabe konkret gelebt, betonte der Geistliche.

In der Erneuerung ihrer Ordensgelübde bekräftigten die drei Schwestern dieses Ja vor Oberin Sr. M. Martha in Stellvertretung für die Gemeinschaft und vor der ganzen Festgemeinde. Ein musikalisches Geschenk machte ihnen der „Bickenrieder Zwei-gesang“. Mit volkstümlichen Liedern trug das Duo zur Gestaltung der Heiligen Messe bei.

Beim anschließenden festlichen Mahl im Refektorium gab es einen angeregten und frohen Austausch mit den Angehörigen der Jubilarinnen und allen Schwestern.

Eine Fotopräsentation mit Bildern aus dem Leben der Ordensfrauen bot einen kurzweiligen Rückblick auf das Leben der Jubilarinnen. In der Darbietung von Sr. M. Franziska und Sr. M. Elisabeth wurde so manche Erinnerung wach. Diese wurden beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken lebhaft geteilt.

Das Franziskanische Abendgebet zum Thema „Staunen und Danken“ rundete den Festtag ab. Müde, aber glücklich und zufrieden beschlossen unsere Jubilarinnen im Kreise ihrer Mitschwestern diesen bewegenden Tag.

Eindrücke von der Feier finden Sie hier.

 

 

Besuch des neuen Schwesternseelsorgers

Nachdem sich Pater Rudolf Stenglein OSB nach 12 Jahren Schwesternseelsorger des Bistums in den Ruhestand verabschiedet hat, durften wir in einem ersten Besuch nun seinen Nachfolger kennenlernen.  Pater Tobias Merkt ist Benediktiner und kommt wie Pater Rudolf aus St. Ottilien. Er wird uns in regelmäßigen Abständen im Kloster besuchen, um Beichtgelegenheit anzubieten und für Vorträge, Besinnungstage und Exerzitien zur Verfügung stehen.

Pater Tobias gab uns Einblick in seinen Lebenslauf, schenkte uns einen geistlichen Impuls anlässlich des Gedenktages der Schmerzen Mariens und feierte mit uns die Heilige Messe in der Klosterkirche. Wir sind dankbar, dass Pater Tobias diesen Seelsorgedienst in den Schwesterngemeinschaften unserer Diözese übernimmt und freuen uns auf die gemeinsame Zeit.

 

 

Crescentiamesse in der Klosterkirche

Die Begegnung mit der heiligen Crescentia kann Menschen beschenken und inspirieren. Dies durfte auch Pfarrer Heinz Purrer, Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke in der Diözese Linz, er-fahren, als er 2016 die Namensgeberin unseres Klosters kennenlernte. Neben zahlreichen selbst getexteten und kom-ponierten Liedern entstand in diesem Jahr aus den Begegnungen mit der Heiligen eine Crescentiamesse. Diese wurde nun am Ort ihrer Entstehung uraufgeführt. Heinz Purrer und seine Gruppe „sing and pray“ gestalteten somit die Heilige Messe in der Klosterkirche. Die Mischung aus Chor- und Sologesängen wurde durch Querflöte und Trommel von Schwestern aus unserer Gemeinschaft unterstützt. Die mitreißend vorgetragenen Texte und Melodien ließen die Gottesdienstbesucher die Be-geisterung für Crescentia erfahren. Pfarrer Heinz Purrer und „sing and pray“ wollen mit dieser Messe auch auf Tournee gehen, damit viele Menschen Crescentia kennenlernen, wie der Priester und Musiker in seiner Predigt sagte. 

Noten, Texte und einen Mitschnitt der Hl. Messe finden Sie hier.

 

 

Lauter junge Schwestern...

So viele junge Schwestern auf einmal sieht man selten“, hörten wir auf der Busfahrt vom Bahnhof zum Haus St. Klara der Oberzeller Franziskanerinnen. Vermutlich war es tatsächlich ein nicht alltäglicher Anblick, die Anreise etlicher junger Schwestern zur jährlichen Junioratsschulung zu beobachten. Organisiert wurde die Tagung von der DOK (deutsche Ordensobernkonferenz).

Unter der Begleitung von Sr. Agnes Lanfermann (MMS) gingen an die 30 junge Schwestern aus dem deutschsprachigen Raum zum Thema „Gott umarmt uns durch die Wirklichkeit“ auf Entdeckungsreise. Wir drei Juniorinnen des Crescentiaklosters freuen uns, dass wir Teil dieser lebendigen und kreativen Gemeinschaft sein durften Mehr zu der Fortbildung können Sie zu gegebener Zeit unter www.orden.de erfahren.

 

Ökumenisches Friedensgebet in der Klosterkirche

 

Skulptur v. P. Lauerntius Englisch. Monatsimpulse Charisma 2008/2009. Frieden und Versöhnung, Br. Stefan Federbusch ofm, auf www.infag.de

Jeden 7. um 7 Uhr findet das ökumenische
Friedensgebet in verschiedenen Kirchen und Gemeinden Kaufbeurens statt. 

Wir freuen uns, dass im August so viele Menschen in der Klosterkirche gemeinsam um den Frieden gebetet haben. Mit franziskanischen Impulsen zum Thema Frieden (nach Stefan Federbusch, ofm) war die Geschichte der Zähmung des Wolfes von Gubbio Leitthema des Gebets. Gewalt und Frieden fangen im Kleinen an – dies zeigt uns die Begegnung zwischen dem heiligen Franziskus und dem Wolf. Die Erzählung der Zähmung des Wolfes finden sie hier.

 

Byzantinische Kirchenmusik im Kloster

Byzantinische Kirchenmusik erklang am „Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu“  in unserer Klosterkirche. Unter der Leitung von Hans-Jürgen Thiemer sang der „Ostliturgische Lehrerchor in der Diözese Augsburg“ zunächst eine byzantinische Vesper in deutscher Sprache. Das eindrucksvoll vorgetragene Abendlob feierte Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach mit uns. Die Sänger aus dem Umkreis boten durch die byzantinischen Sängertalare optisch ein feierliches Bild. Bei der anschließenden Heiligen Messe konnte der Männerchor sein Können und seine Stimmgewalt weiter zur Ehre Gottes entfalten. Die Lieder wurden hier zum Teil in der altkirchen-slawischen Sprache, zum Teil auch gemeinsam mit der Gemeinde in Deutsch gesungen.  Auch die fremdsprachlichen Gesänge ließen die Gottesdienstbesucher am Lob Gottes auf musikalische Weise  teilhaben. Dass geistlicher Gesang Gebet ist, wurde an diesem Abend verdeutlicht

 

 

Maiandacht mit dem "Bickenrieder Duo"

Die letzte Maiandacht in diesem Jahr wurde musikalisch gestaltet von Ingrid Greifenhagen und Toni Reisach - dem "Bickenrieder Duo“. Mit volkstümlichen Liedern zu Ehren der  Gottesmutter und Impulsen von Sr. M. Daniela war dies ein gelungener Abschluss des Marienmonats Mai.

 

 

Sonnengesang im Berggarten

Der Sonnengesang  am vergangenen Sonntag wurde seinem Namen gerecht. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen boten der Kirchenchor Ebenhofen unter Leitung von Sylvia Trinkwalder und eine Instrumentalgruppe den Besuchern einen musikalischen Lobpreis Gottes dar. Die Mischung aus modernen geistlichen Liedern und Instrumentalstücken, gekonnt und schwungvoll vorgetragen, bescherte den Zuhörern eine schöne und besinnliche Stunde in unserem blühenden Berggarten.

 

                                                    

Besuch der Ettal-Wallfahrer im Kloster

Auf ihrer jährlichen Fußwallfahrt von Ziemetshausen nach Ettal machten die ca. 200 Teilnehmer wieder Halt in unserem Kloster, ihrem ersten Tagesziel. Im Klosterhof wurden sie am vergangenen Freitagabend von Schwester M. Martha begrüßt und willkommen geheißen. Am Samstagmorgen füllten die Wallfahrer die Kirche und das Oratorium unseres Klosters und begannen ihre zweite Etappe mit der Heiligen Messe, die Pfarrer Karl Rottach mit ihnen feierte. Wie ihre Wanderrucksäcke, so haben sicher auch etliche Pilger ihre Anliegen vertrauensvoll der heiligen Crescentia übergeben.

Der ihnen zugesprochene Segen Gottes, gute Wünsche und herrliches Wetter begleitet die Pilger auf ihrem weiteren Wallfahrts- und Lebensweg.

 

 

Sonnengesang in der Klosterkirche                                    

Mitreißender Gospel erklang am vergangenen Sonntag  in der Klosterkirche. Unter der Leitung von Daniel Herrmann ge- staltete der Gospelchor St. Martin den ersten Sonnengesang dieses Jahres.  Wegen des Regenwetters fand die Veranstaltung in der Kirche (und nicht wie geplant im Berggarten) statt. Dennoch strahlte die Sonne aus den Gesichtern der Besucher, wie Schwester Martha bei der Begrüßung bemerkte.

 

Mehr über unseren Berggarten und die dort stattfindenden Veranstaltungen finden Sie hier.

 

 

Bischof Wiesemann feiert mit zahlreichen Gläubigen das Crescentiafest

Von Crescentia geht bis heute eine faszinierende Kraft aus.“ So begann Festprediger Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer seine Predigt zum Crescentiafest. Dies bestätigte der Blick in die vollbesetzte Martinskirche und auf die Fahnenabordnungen, die am Gottesdienst teilnahmen. Der Bischof führte die Faszination der Ordensfrau aus dem 18. Jahrhundert an drei Punkten aus. Zum Ersten falle die Art und Weise auf, mit der Crescentia das Leid getragen habe. Dies sei in unserer Zeit schwer zu verstehen. „Wie viel mehr passt der „Wutbürger“ in unser Lebensgefühl“, räumte der Bischof ein. Von Crescentia könnten wir lernen, dass christlicher Widerstand nicht den Weg der Gewalt, sondern über den Gehorsam geht, über die innere Kraft zu wissen, dass der Wille Gottes immer größer ist. „Wenn Crescentia den Weg der Empörung und der Gewalt gegangen wäre, wäre das Eis in der Schwesterngemeinschaft wahrscheinlich nie gebrochen“, vermutete Wiesemann.

Zum Zweiten sei Crescentia eine Mystikerin gewesen, aber „mit Bodenhaftung“. Sie konnte das Leben mit „Osteraugen“, im Licht der Auferstehung sehen. Das machte Crescentia gerade nicht weltfremd, sondern weltfähig.

Zum Dritten stellte der Festprediger ihre Art der Leitung heraus. „Viele in der Kirche heute meinen, dass die Verwaltung bzw. Leitung die Seelsorge verschlinge. Von Crescentia können wir lernen, dass Leitung und Seelsorge zusammengehören.“

Der Festgottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor und –orchester mit der Missa S. Candidi, Militis et Martyris von Meinrad Spieß eindrucksvoll gestaltet. Die Kemnater Musikanten stimmten zum Ende des Gottesdienstes das Te Deum an.  Nach dem Festgottesdienst bestand noch die Möglichkeit zur Begegnung auf dem Kirchplatz.

Wir Schwestern freuen uns, dass wir neben Bischof Wiesemann auch Priester aus der Pfarreiengemeinschaft und weitere Gäste im Refektorium begrüßen durften.

Als Dank und als Erinnerung an seinen Besuch in unserem Kloster erhielt der Speyrer Bischof eine Crescentiareliquie. „Über die freue ich mich besonders; sie wird einen Ehrenplatz bekommen,“ sagte Bischof Wiesemann beim Abschied.

Bilder zum Crescentiafest finden Sie hier.

 

 

Motorradsegnung im Klosterhof


Der strahlend blaue Himmel und die wärmende Sonne erzählen von Gottes Kraft;
die Erde, die Straßen, die Wege berichten
von seinem Tun.
Ein Motorrad sagt es dem anderen,
ohne Sprache, ohne Worte,
unüberhörbar ist ihr Sound.
Ihre Wege führen hinaus in alle Welt,
bis auf die Höhe der Pässe und in das hinterste Tal.(...)
aus Psalm 19 für Motorradfahrer

Mit diesem Psalm, mit Gebeten und Liedern baten an die 60 Motorradfahrer in unserem Klosterhof um Gottes Segen für die neue Saison. Die Motorradsegnung,  die der Klosterseelsorger Pfarrer Rottach mit den Bikern  und den Schwestern feierte, hat schon Tradition und wird von  vielen Motorradbegeisterten aus der Umgebung gerne besucht.

 

 

Feier der Gelübdeablegung

Zwei Novizinnen, Schwester M. Annika
(40) und Schwester M. Elisabeth (27), binden sich für zwei Jahre an unsere Gemeinschaft.

Das freudige Ereignis fand am Samstag, den 22. April 2017, statt: Im Rahmen einer Eucharistiefeier in der Klosterkirche versprachen die beiden Schwestern feierlich, dem Herrn auf jene besondere Weise nachzufolgen, die in der (katholischen) Kirche schon seit über 1900 Jahren praktiziert wird: durch ein Leben nach den drei Gelübden Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit. Erprobt haben es Sr. M. Annika und Sr. M. Elisabeth bereits im Rahmen des einjährigen Noviziates: Mit Unterstützung und in Begleitung der Noviziatsleiterin Sr. M. Martha lernten die beiden Frauen das Gemeinschafts-, Gebets- und  Arbeitsleben im Crescentiakloster intensiv kennen. Sie erhielten Unterricht in Ordensspiritualität, Liturgie und Kirchengeschichte und brachten sich ein in verschiedene Arbeitsbereiche der Franziskanerinnen. Ihre Hobbys (wandern, gemeinsam kochen, Musik machen etc.) kamen dabei nicht zu kurz. Die „neuen“ Schwestern prägten ihrerseits in ihrer erfrischenden Art von Anfang an den Lebensvollzug der „Alteingesessenen“, die dafür natürlich entsprechend offenherzig waren. So war das Fest der sogenannten Erstprofess (Versprechen von Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit für zwei Jahre) der erste Höhepunkt des Jahres im Leben unserer Gemeinschaft. Im Gottesdienst legten Sr. M. Annika und Sr. M. Elisabeth in die Hand der Oberin Sr. M. Martha vor dem Vertreter der Kirche und vor den versammelten Verwandten und Bekannten ihre Ordensgelübde ab. Als Zeichen der nächsten „Etappe“ ihrer Nachfolge tragen die Schwestern nun statt ihres weißen einen schwarzen Schleier und ihr franziskanischer Strick hat von jetzt an drei fest geknüpfte Knoten, die jene drei Versprechen symbolisieren. Pfarrer Karl Rottach und Kaplan Martin Seither aus dem Bistum Speyer zelebrierten die heilige Messe und die hauseigene Band „Frische Brise“ (vier Schwestern, bestückt mit Querflöte, Gitarre, afrikanischer Trommel und Keyboard) begleitete enthusiastisch das Singen der Gottesdienstgemeinde. Der Klostergeistliche, Pfarrer Rottach, predigte leidenschaftlich über den Auftrag des Auferstandenen aus Mk 16,15: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“: Wir Gläubigen sollen nicht in die Resignation von Zeitgenossen verfallen, die enttäuscht konstatieren, dass 2000 Jahre Christentum Gewalt und Unterdrückung noch nicht aus der Welt geschafft haben. Wir sollen vielmehr erkennen: Jeder Generation ist das Ostererlebnis neu geschenkt und der Auftrag Christi neu gesagt. An den Berufenen jeder Generation könne man aufs Neue die Frische des Evangeliums erleben, wie am heutigen Tag an den jungen Frauen: Beherzt und mutig ergreifen sie ihren Ordensberuf und zeigen schon allein durch ihr Gewand: „Jesus lebt – und mit ihm auch wir.“

Ein Festmahl im Refektorium des Klosters stärkte die Gäste von Sr. M. Annika und Sr. M. Elisabeth und gab ihnen Gelegenheit, deren Mitschwestern näher kennenzulernen, nicht zuletzt auch durch eine spezielle Klosterführung und einen geistreichen Programmpunkt vor dem gemeinsamen Kaffeetrinken. Der „Hochzeits“-Tag wurde schließlich abgerundet durch eine franziskanische Vesper (klösterliches Abendgebet) in der Klosterkirche.  Zum Abendessen waren die Schwestern wieder unter sich und genossen den Ausklang dieses schönen Tages.

Weitere Bilder finden Sie in der Bildergalerie.

 

Ein gelungener Begegnungstag   

Am 10. Februar 2017 waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Internats zur Begegnung mit den Schwestern ins Mutterhaus eingeladen. Bei Kaffee, Kuchen und Krapfen gab es anregende Gespräche und Informationen über persönliche und berufliche Erfahrungen. Die Erzieherinnen von Internat und Nachmittagsbetreuung gaben anhand einer PowerPoint-Präsentation Einblick in ihren Berufsalltag. Uns Schwestern ist wichtig, von den schönen und auch den schwierigen Situationen im heutigen Erziehungsauftrag zu erfahren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dankbar, dabei vom Gebet der Schwestern unterstützt zu werden.

Als Dankeschön für die Einladung übergab Internatsleiterin Sr. Anna M. Stein ein Blumenkörbchen an Oberin Sr. M. Martha Lang.

   

 

Unser Haus St. Clara ist eingeweiht

Mit großer Dankbarkeit durften wir am 3. Februar den Segen für das umgebaute Haus „St. Clara“ erbitten. Der Ordensreferent unseres Bistums, Pfarrer Dr. Ulrich Lindl, segnete die Räume, in denen künftig die klostereigene Pflegestation und die Verwaltungsräume untergebracht sind, und übergab sie ihrer künftigen Bestimmung. Vor der Einweihung versammelten sich die geladenen Gäste in der Klosterkirche, wo sie von Oberin Sr. M. Martha Lang begrüßt wurden. Schwester M. Martha bedankte sich bei allen, die an der Planung, Begleitung, Durchführung und Finanzierung der Umbauarbeiten beteiligt waren. Der abschließende Dank war als Gebet an Gott gerichtet, der alles segensreich begleitet hat und nun mit seinem Segen in den Räumen gegenwärtig ist.

Von der Stadt Kaufbeuren überbrachte Bürgermeister Gerhard Bucher Grüße und gute Wünsche für unser Kloster, das er als sehr wichtigen Ort in Kaufbeuren bezeichnete. Die Stadt beteiligte sich mit knapp 10.000 Euro am Mehraufwand für den Denkmalschutz. Die Bischöfliche Finanzkammer war durch ihren Direktor Dr. Klaus Donaubauer vertreten. In seinem Grußwort erwähnte der Finanzdirektor, dass die Diözese das Bauvorhaben mit  300.000 Euro in den Haushaltsplan eingeplant hatte. Er lobte uns Schwestern, dass wir für unsere alten und kranken Schwestern eine Investition in dieser großen Dimension auf uns nehmen.

Sehr anschaulich berichtete Architekt Karl Georg Bauernfeind über die Bauplanung und den Verlauf des Baus. Er verglich das Gebäude mit einem sehr alten und todkranken Patienten, bei dem schwierige Untersuchungen durchgeführt und Operationen angeordnet werden mussten. Mehrmals bestand äußerste Lebensgefahr. Doch der Architekt hat sich als guter Chefarzt und seine Mitarbeiterin, die Architektin Andrea Angerer, als beste Oberärztin erwiesen. Zusammen mit einem guten Operations- und Pflegeteam konnte der „Patient“ wieder hergestellt werden.

Nach den Grußworten machten sich die Schwestern und ihre Gäste auf den Weg, um den erfolgreich behandelten „Patienten“ zu besuchen.

Die Einweihungsfeier wurde mit Panflöten musikalisch umrahmt von Gisela und Joachim Butz.

Das umgebaute Gebäude St. Clara bietet künftig Platz für 6 Pflegezimmer, einen Gemeinschaftsraum und den für eine Pflegestation notwendigen Arbeitsräumen. Außerdem zieht die Klosterverwaltung samt Registratur und Archiv in dieses Haus um. Bilder finden Sie in der Bildergalerie.