Neujahresvorsätze

„Ich bin in Gottes Hand. Was IHM gefällt, soll Er mit mir machen.“
(Hl. Crescentia)

Wenn man das Leben der heiligen Crescentia betrachtet, scheint es - unter herkömmlichen Aspekten betrachtet - nicht immer glücklich gewesen zu sein. Sie hatte mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, um überhaupt ins Kloster eintreten zu dürfen. Als ihr dies dann doch ermöglicht wurde, stieß die junge Ordensfrau zunächst auf Ablehnung und Verachtung bei den Schwestern. Heute würde man sagen, dass sie gemobbt wurde. Dennoch ließ sie sich nicht entmutigen und blieb fest in Gott verwurzelt. Sie wusste sich in Gott geborgen und vertraute fest darauf, dass Er sie durch all das Leid zum Heil führen will. Aus dieser Gewissheit heraus konnte sie sich völlig Gottes Willen überlassen.

Wir wissen nicht, was uns das neue Jahr bringen wird. Vielleicht haben wir eine Ahnung, wohin der Weg uns 2018 führen könnte. Trotzdem ist doch vieles unbekannt, liegt wie hinter einer Kurve oder einem Hügel versteckt. Dies eröffnet uns zwar die Weite noch ungeahnter Möglichkeiten, kann aber auch verunsichern.

Viele Menschen fassen zu Beginn des neuen Jahres einige gute Vorsätze: Abnehmen, mehr Sport machen, sich gesünder ernähren… Diese sind gut und sinnvoll. Der Beginn des neuen Kalenderjahres lädt mich aber auch ein, mir neu bewusst zu machen, dass dieses in Gottes Hand liegt und dass Er es gut mit mir meint. In dem Vertrauen kann ich mit Zuversicht in dieses Jahr gehen.

Heilige Crescentia, du hast so fest auf Gott vertraut, dass du dich ganz Seinem Willen überlassen hast. Für mich ist dies nicht immer einfach – oft will ich selbst mein Leben lenken und übersehe dabei, dass Gott mich zum Heil führen will. Bei dir möchte ich in die „Schule des Gott-vertrauens“ gehen, damit ich gemeinsam mit dir sagen kann:

Ich bin in Gottes Hand. Was IHM gefällt, soll er mit mir machen