Aktive Hoffnung

„Zwar muss der Mensch getrost hoffen – aber er muss auch das Seinige dazu tun.“

Heilige Crescentia

 

In den Anforderungen des Lebens vertraute Crescentia fest auf Gottes Hilfe. Als Trösterin und Ratgeberin brachte sie die Anliegen vieler Menschen im Gebet vor Gott und konnte ihnen Stütze und Halt sein. Auch heute noch werden ihr viele Nöte anvertraut - auch heute noch vermittelt sie Hoffnung und Trost.

Gottvertrauen und aktives Handeln gehören zusammen -  dies zeigt sich im Leben der Heiligen. Sie war stets bereit, ihren Beitrag zu leisten, um Not zu lindern. Auch  ihre Mitmenschen ermutigte sie dazu, für ihr Leben Verantwortung zu übernehmen und im Sinne Jesu zu handeln.

Lassen wir uns von Crescentia daran erinnern, dass Gott unsere aktive Mitarbeit bei der Bewältigung von Aufgaben und Problemen einfordert. Vertrauen auf Gottes Hilfe heißt nicht Passivität. Allerdings muss ich mir auch bewusst sein, dass meine Möglichkeiten begrenzt sind und ich nicht alles bewirken kann.

Es kann sehr befreiend sein zu wissen, dass ich tun kann, was in meiner Hand liegt und den Rest Gott überlassen darf. Ich bin weder völlig handlungsunfähig und ausgeliefert, noch muss ich alle Schwierigkeiten lösen.

Die Unterscheidung, wo mein Handeln gefragt ist und wo dies über meine Möglichkeiten geht, ist sicher nicht  immer einfach und außerdem eine Lebensaufgabe. Oft genug erkenne ich dies nur durch Versuch und Irrtum. Auch das Gespräch kann dabei helfen – sei es im Gebet, dem Gespräch mit Gott -  oder mit einem Außenstehenden. Vielleicht kann ich auch gemeinsam mit Crescentia um die Hilfe des Heiligen Geistes dafür bitten.

Mit ihr zusammen können wir als Menschen leben, die fest und getrost hoffen, aber das Unsrige dazu tun.“