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Crescentiakloster

Wachstumschancen

 

Ich kenne keine Feinde. Jene, die man meine Feinde nennen könnte, sind meine Freunde und größten Wohltäter.
Sie tun mir Gutes, denn sie geben mir Gelegenheit, meinem Gott näherzukommen.

(Maria Crescentia Höß)

 

 

Besonders in ihrer ersten Zeit im Kloster musste Crescentia viel Unrecht erleiden. Sie erfuhr Ausgrenzung und Mobbing. Dennoch wurde sie dadurch nicht bitter und nachtragend. Sie sah darin die Chance, Gott näherzukommen. An der Seite von Jesus konnte sie verzeihen. Dadurch erlangte sie eine große innere Freiheit – sie ließ sich nicht durch das Leid binden, das andere ihr antaten. Heute würde man vielleicht sagen, dass sie Meisterin im positiven Denken war.

In der Familie, im Beruf, im Freundeskreis, der Gemeinde oder der Gemeinschaft – wir haben mit den unterschiedlichsten Menschen Kontakt. Auch wenn wir uns um ein friedliches Miteinander bemühen, kann es doch immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten und Streit kommen. Wir verletzen andere und werden verletzt.

Wie hilfreich wäre da deine Haltung, Crescentia: In Menschen, die es mir schwermachen, eine Möglichkeit zum Wachsen sehen. Nicht an Kränkungen festhalten, sondern verzeihen können, in dem Wissen, dass auch ich auf Vergebung angewiesen bin.

Das ist immer wieder aufs Neue eine Herausforderung, aber mit dir gemeinsam möchte ich es versuchen. Sicher werde ich eine Beleidigung weiterhin als eine solche empfinden, die keine angenehmen Gefühle bei mir auslöst. Auch wird es weiterhin Konflikte geben. Dennoch möchte ich mit deiner Hilfe, immer wieder Schritte der Versöhnung wagen. Ich möchte, gemeinsam mit dir beten:

Ich kenne keine Feinde. Jene, die man meine Feinde nennen könnte, sind meine Freunde und größten Wohltäter. Sie tun mir Gutes, denn sie geben mir Gelegenheit, meinem Gott näherzukommen.