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Spurensuche

Ich will in allen Geschöpfen den Schöpfer lieben, weil ich in allen Geschöpfen ein Zeichen und die Fußstapfen des Schöpfers finde.“

Maria Crescentia Höß

 

Liebe Schwester Crescentia,

in Zeiten des Klimawandels ist der ökologische Fußabdruck ein wichtiges Schlagwort. Nach wie vor beuten wir unsere Umwelt aus und hinterlassen dabei Spuren. Ganz anders ist deine Aussage über die „Fußstapfen des Schöpfers“ zu werten. Als Schülerin des heiligen Franziskus hast du die gesamte Schöpfung als Abbild des Schöpfers gesehen.

Wie stehst du zu unserem Umgang mit der Natur und auch untereinander? Achtsamkeit und Behutsamkeit waren einige deiner Charakterzüge. Du konntest die zarte Gegenwart Gottes wahrnehmen – sei es in einem Baumblatt oder in deinen Mitmenschen.

Ich glaube, dass wir alle hier noch großen Lernbedarf haben. Wenn wir in der Welt wieder mehr Gottes Spuren sehen könnten, würde sich das sicher positiv auf unseren ökologischen Fuß-abdruck auswirken. Dann wäre es uns ein Anliegen, das Wunderwerk Erde nicht mehr zu verletzen.

Im Juli beteiligen sich viele Kommunen am STADTRADELN. Auch die Stadt Kaufbeuren ist ver-treten. Teams aus Vereinen, Verbänden und anderen Gruppierungen sind mit dabei. Wir freuen uns, dass dieses Jahr auch das Team „Crescentiakloster“ an den Start geht. Freunde und Schwestern des Klosters wollen so ein Zeichen der Solidarität setzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass du, Schwester Crescentia, mitgeradelt wärst!

Ich denke, dass es bei dieser Aktion auch um die Schärfung unseres Bewusstseins geht. Neben einem positiven Beitrag zum Klimaschutz, können wir die Aktion als „Wahrnehmungs- und Gebetsschule“ nutzen. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf unterwegs zu sein und in den Geschöpfen die Fußstapfen des Schöpfers zu finden.

Schwester M. Annika