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Aktuelles



Das dreifache Ja

​Sr. M. Veronika Wiedmann, Sr. M.  Annika Wörle und Sr. M. Elisabeth Wilhelm versprechen im Crescentiakloster die „Profess auf Lebenszeit“


"Ich bitte, Jesus Christus, unserem Herrn, (…) in der Gemeinschaft der Franziskanerinnen des Crescentiaklosters bis zum Ende meines Lebens nachfolgen zu dürfen.“ Diese Bitte der drei Profess-Schwestern stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes anlässlich ihrer „Profess auf Lebenszeit“ in der schön geschmückten Institutskirche. Feierlicher Einzug

Mit diesem öffentlichen Versprechen wurden die drei Ordensfrauen nach mehreren Jahren der Ausbildung von Oberin Sr. Johanna Maria in die Gemeinschaft der Franziskanerinnen mit allen Rechten und Pflichten aufgenommen.

„Die lange Ausbildungszeit dient der Prüfung, ob die endgültige Bindung an Gott in der Lebensform als Ordensfrau tatsächlich passend ist“, erläutert Ausbildungsleiterin Sr. Christine Sontheim, welche die Frauen in den letzten Jahren begleitet hat. „Natürlich kommen dabei Zweifel auf, und auch viele Fragen, die geklärt werden müssen. Wir freuen uns sehr, dass die drei Frauen ihre ganze Liebe und ihren Mut zusammengenommen haben und ihr „Ja“ gesprochen haben.“

Die Ordensprofess hat Vieles mit einer Hochzeit gemeinsam. Als Zeichen erhalten die Schwestern einen Ring, der die Treue Gottes symbolisiert. Auf dem Altar wird die Professurkunde unterschrieben von der Professschwester und der Oberin, darüber hinaus auch von einem Priester als Vertreter der Kirche und zwei Zeuginnen. Auch eine brennende Kerze wird den Schwestern überreicht.

Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach ermutigte in seiner Predigt die Schwestern, ihre Sendung für die Menschen zu leben. Viele Menschen wünschten sich eine Begleitung, um die Unruhe im eigenen Herzen zur Ruhe zu bringen. Dazu könnten die Schwestern einen Beitrag leisten, da sie selbst aus dieser Erfahrung lebten, dass Gott in ihren Herzen aufscheint. Neben Pfarrer Rottach war zum Gottesdienst auch der Ordensreferent des Bistums Augsburg, Andreas Miesen, und der ehemalige Heimatpfarrer einer Schwester angereist. Einige Mitschwestern gestalteten den fröhlich-festlichen Gottesdienst musikalisch.

Nach dem Gottesdienst wurde in der Mensa des Internates St. Maria mit Freunden und Familien weitergefeiert. „Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Familie und einige Freunde aus meiner alten Clique dabei waren. Es war ein wunderbares Fest. Und ich bin total dankbar, dass ich im Crescentiakloster und natürlich in der Hand Gottes nun ein Stück weiter angekommen bin“, versucht Sr. Veronika ihre Emotionen in Worte zu fassen.

Immer wieder wurde im Lauf des Tages um Worte gerungen, so tief war die Freude bei den Schwestern. „Es ist ein unfassbares Glück, dass sich gleich drei Frauen entschieden haben, sich an unsere Gemeinschaft zu binden“, fasst Oberin Sr. Johanna Maria Höldrich zusammen, „und jetzt gehen wir gestärkt weiter im Wissen, dass Gott uns nie allein lässt.“
Oberin Schwester Johanna Maria und die drei Professchwestern


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Mit Blick auf Crescentia der Barmherzigkeit Gottes vertrauen

              Crescentiafest mit Abt Johannes Schaber OSB


Eine lange Tradition der Freundschaft

Der freundschaftliche Kontakt mit der Benediktinerabtei Ottobeuren hat für uns Schwestern eine lange und schöne Tradition. Schon Crescentia stand im Austausch mit dem damaligen Abt Anselm Erb. Sie wurde vom Kreuzweg in dem Ottobeurer Kloster inspiriert, ihren Schwestern das Leiden Christi in ihrem Wohntrakt durch Bilder vor Augen zu führen. Gerne begrüßte deshalb Klosterseelsorger Karl Rottach Abt Johannes Schaber OSB aus Ottobeuren als Festprediger beim diesjährigen Cresentiafest. Nach zwei Jahren Pandemie konnte das Hauptfest der marianischen Bürgerkongregation wieder in voll besetzter Stadtpfarrkirche stattfinden.

 

Abt Johannes Schaber bei der Festpredigt

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Mit Blick auf Crescentia der Barmherzigkeit Gottes vertrauen

In diesem Jahr feierten wir das Crescentiafest am Oktavtag (dem achten Tag nach Ostern), der auch weißer Sonntag und Barmherzigkeitssonntag genannt wird. Abt Johannes erläuterte in seiner Predigt, wie gut diese Gedenktage die Lebens- und Glaubensmelodie der Kaufbeurer Heiligen beschreiben. In der Osterfreude auf Gottes Barmherzigkeit zu vertrauen, bringt ihre Spiritualität treffend auf den Punkt. Mit Blick auf Crescentia der Barmherzigkeit Gottes vertrauen, kann uns deshalb ein guter Impuls für unser Leben sein, gab der Benediktinerabt der Festgemeinde als Impuls auf den Weg.

 

Festliche Gestaltung der Messfeier

Musikalisch hervorragend wurde der Gottesdienst gestaltet vom Vokalensemble und den Instrumentalisten unter der Leitung von Stefan Mohr mit der Missa S. Candidi, Militis et Martyris, Op. 4 Nr. 3 von Meinrad Spieß. Auch Fahnenabordnungen   aus verschiedenen   Kaufbeurer Vereinen zeigten   ihre Verbundenheit mir der   Heiligen ihrer Heimatstadt.
In  diesem Jahr konnte wieder der Frühschoppen mit Begegnung auf dem Kirchplatz stattfinden. Die Messebesucher hatten bei Brezen und Getränken die Möglichkeit zum Austausch und zur Begegnung. Diese schöne vom Pfarrgemeinderat organisierte Tradition, bildete einen würdigen Abschluss der Feier
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Sr. Johanna Maria und Sr. Angelika bei der Begegnung auf dem Kirchplatz.






Auf dem Trampelpfad des Glücks

Sr. Clara Marie beginnt ihren Weg als Schwester im Crescentiakloster

Es war der Palmsonntag des Jahres 1211, als Klara von Assisi, die spätere Heilige und Verbündete des hl. Franziskus, ihr Elternhaus auf spektakuläre Art und Weise verließ, um ihrer Berufung zu folgen. Ganz so spektakulär ging es am Wochenende vor Palmsonntag 2022 in Kaufbeuren nicht zu, und dennoch bleibt der Kern der Gleiche: Eine junge Frau entscheidet sich, ihrer religiösen Berufung tiefer auf die Spur zu kommen.Sr. Johanna Maria überreicht den Habit.

Dabei wählt Lena Beuth den Namen der heiligen Klara und nimmt sie sich als Patronin zum Vorbild. „Von nun an sollst du in unserer Gemeinschaft Sr. Clara Marie genannt werden“, spricht Oberin Sr. Johanna Maria Höldrich der 25-jährigen im eigens gefeierten Gottesdienst zu.

 Seit Ende September lebt die junge Frau bereits im Crescentiakloster. Sie hat in den zurückliegenden Monaten die Gemeinschaft genauer kennengelernt, mit der sie seit ca. 3 ½ Jahren über private Kontakte und Besuche verbunden ist. In der ersten Kennenlernphase, dem Postulat, arbeitete sie als Erzieherin in der Nachmittagsbetreuung des Internates St. Maria der Marienschulen. Außerdem übte sie sich in der Gebetspraxis ein und lebte in der Gemeinschaft der ca. 30 Schwestern mit. Nach ihrem Abitur studierte die gebürtige Lindlarerin (Oberbergischer Kreis, ca. 30 km östlich von Köln) kath. Theologie in Vallendar bei Koblenz. „Die Auseinandersetzung auf wissenschaftlicher Ebene macht mir große Freude, das Studium hat mich in den Glauben stärker hineinwachsen lassen“, blickt sie zurück. Auch einige ihrer Studienfreunde, sowie ihre Familie reiste zum Gottesdienst in die Wertachstadt. Darüber ist Sr. Clara Marie dankbar: „Es war schön, dass sie sich trotz der großen Entfernung auf den Weg gemacht und mich auf ihre Weise begleitet haben.“  Als äußeres Zeichen ihres Entschlusses, mit Gott „auf Tuchfühlung zu gehen“, erhielt sie den Habit, das Skapulier, den franziskanischen Strick, den Schleier und das Tau-Kreuz mit dem Bild der hl. Crescentia. Mit der Einkleidung wurde Sr. Clara Marie in das Noviziat aufgenommen, einer intensiven geistlichen Ausbildungszeit, die auch zur Prüfung und Reifung des Entschlusses dienen soll, ob sie die klösterlichen Gelübde, den Gehorsam, die Armut und die ehelose Keuschheit um des Reiches Gottes willen ablegen möchte. Dabei wird sie von Sr. M. Angelika Wissmiller begleitet. Ihre Einkleidungskerze ziert ein Satz aus dem Johannesevangelium, das sich die Novizin als Motto ausgewählt hat: „Meine Freude in euch“. Diese Freude war durch den ganzen Tag zu spüren. Klosterseelsorger Pfarrer Rottach erinnerte in seiner Ansprache zur Lesung aus dem Buch der Weisheit daran, dass das intensive Schauen, das Staunen zur Weisheit führt und so in der Tiefe eine innere Zufriedenheit bewirken kann, die ausstrahlt. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Kloster fröhlich weitergefeiert: beim gemeinsamen Essen, bei einem Ratespiel, das die jüngeren Schwestern vorbereitet hatten, bis zum gemütlichen Beisammensein am Abend im Kreis der Schwestern.

Es war von morgens bis abends eine große Gelassenheit und Begeisterung spürbar – ich denke, die hl. Klara hätte in unserer Runde bestimmt auch ihre Freude gehabt.“ Im Abschlusslied des Gottesdienstes, den einige Mitschwestern musikalisch gestalteten, hieß es – „und so pfeif´ ich alle Sorgen in den Wind.“ „Diese Leichtigkeit, selten genug in diesen (Kirchen-)Tagen, strahlt aus. Oder, um es mit einem Wort der hl. Klara zu sagen, das sie 1238 an ihre Freundin Agnes von Prag schrieb: „In raschem Lauf, mit leichtem Schritt, sicher, freudig, achtsam, geschwind und zugleich achtsam sollst du schreiten auf dem Trampelpfad des Glücks.“

Novizin und Noviziatsbegleiterin

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Unter Freunden: Adventseinstimmung in der Institutskirche

Sr. Johanna Maria begrüßt die Freunde und FreundinnenKomm, du Heiland – heile uns! Unter diesem Motto fand die adventliche Besinnung für die Freunde des Crescentiaklosters in der Institutskirche St. Maria statt. „Aufgrund der steigenden Corona–Fallzahlen und aus Fürsorge füreinander müssen wir wieder auf ein gemütliches Beisammensein im Anschluss verzichten“, bedauerte Oberin Sr. Johanna Maria in ihrer Ansprache.

„Dennoch freuen wir uns über das gemeinsame Innehalten in der Zeit des Advents." 
Klosterseelsorger Karl Rottach, Udo Süß von den Freunden des Klosters, Lena Beuth (Postulantin),
Sr. Angelika und Sr. Johanna Maria luden mit besinnlichen Texten und Impulsen zum Auftanken ein.

Mit einem Poetry Slam (ein Text in Reimform und Rhythmus) führte Lena in das Thema ein, welches dann von Pfarrer Rottach und Udo Süß weiter erschlossen wurde.

Die Bidinger Saitenkrätzer, ein Stubenmusik–Ensemble, sorgten für stimmungsvolle musikalische Untermalung. Mit Hackbrett, Zither und Gitarre luden sie zum Entspannen ein. In diesem Jahr konnte sich die Gemeinde noch über eine musikalische A-Capella-Zulage freuen: Das von Sr. Johanna Maria, Sr. M. Elisabeth, Sr. Mirjam und Lena vorgetragene Adventslied „Macht weit die Pforten in der Welt“ gab eine musikalische Kostprobe aus der klösterliche Adventstradition - und das in der „jüngst möglichen Besetzung“, wie Sr. Mirjam im Vorfeld schmunzelnd feststellte.  


"Wenn wir räumlich auch Abstand halten mussten, wurde in dieser geschenkten Zeit doch ein wenig von der Verbundenheit untereinander spürbar. 
Wir sind dankbar für die vielseitige und engagierte Unterstützung durch unsere Freunde, die es uns ermöglicht, unseren Auftrag zu erfüllen“, schloss Sr. Johanna Maria im Namen aller Schwestern.

„Im Gebet und im Herzen bleiben wir verbunden und wünschen allen Freunden und Freundinnen unserer Gemeinschaft eine gesegnete Adventszeit und dann frohe Weihnachten."
Udo Süß von den Freunden des Klosters



Feier des 20. Heilungssprechungstags

Eine besondere Stimmung lag an diesem 25. November im Kloster in der Luft. Durften wir doch in diesem Jahr den 20. Jahrestag der Heiligsprechung der Namensgeberin unserer Gemeinschaft feiern. Da wurden dankbar Erinnerungen wiederbelebt, Fotos angeschaut und viel erzählt. Krönender Abschluss dieses Tages war die feierliche Messfeier in der Pfarrkirche St. Martin.

In diesem Jahr begrüßte Stadtpfarrer Bernhard Waltner als Festprediger Wolfgang Schneck (Leiter der Priester-seelsorge im Bistum Augsburg). Mit ihm waren Klosterseelsorger Karl Rottach, Rudolf Klaus, Carl Graf sowie Kaplan Heiko Nüchtern und Diakon Evans Iregi Njiranini um den Altar versammelt. 
Feierliche Einzug der Fahnenabordnungen beim Gottesdienst in St. Martin

Pfarrer Schneck betonte in seiner Predigt, dass die Heiligsprechung und die damit verbundene Verehrung Crescentias etwas in unserem Leben bewirken will.

Festprediger Wolfgang SchneckAusgehend von einem Text aus dem Johannes- evangelium rief er der Festgemeinde in Erinnerung, dass Gott in jedem von uns lebt. Aus diesem Selbst-bewusstsein heraus konnte die Kaufbeurer Heilige in ihrem Leben viel Gutes wirken und manches Schwere ertragen. 

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst mit Werken für Sopran, Trompete und Orgel mit Theresa Boning (Sopran), Georg Hiemer (Trompete) und Stefan Mohr (Orgel). Auch Fahnenträger aus verschiedenen Kaufbeurer Vereinen erwiesen Crescentia die Ehre. Nach dem abschließenden Segen mit der Reliquie der Heiligen kehrten die Kirchenbesucher gestärkt in ihren Alltag zurück.

Weitere Bildeindrücke finden Sie hier.




Unterwegs

Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte. Deshalb ein paar Schnappschüsse von gemeinsamen Unternehmungen.

  • Besuch des Biofhofs Kögel bei Airtrang.

  • Streicheleinheiten

  • Besuch im Stall...

  • ...auch bei den Kälbchen.

  • Gruppenbild

  • Pause muss sein...

  • ...und eine kleine Stärkung.

  • Danke Gott für diesen schönen Tag!

  • Besuch im Syklinepark bei Scheidegg

  • Mutig voran

  • Aufstieg ist anstrengend...

  • ...aber oben angekommen läuft es sich umso beschwingter.

  • Panorambild

  • Brücken begehn

  • Von 25.09. - 7.11.2021 zeigt das Architektenkollektiv "Supertecture" eine Werkschau von Bauprojekten in Nepal, Tansania, Mosambik und Kaufbeuren.

  • Sehr sehenswerte Darstellung toller Aktionen.

    https://www.supertecture.com/

  • Mehr unter: https://stadtmuseum-kaufbeuren.de/

Vom Schatz im Acker

65-jähriges Ordensjubläum von Sr. M. Hedwig und Sr. M. Helene 

Feierlicher Beginn der Vesper (von links nach rechts: Sr. M. Hedwig, Sr. Johanna Maria, Sr. Ursula Maria)

Zu einer besonderen Schatzsuche lud Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach in seiner Predigt anlässlich des 65-jährigen Ordensjubiläums von Sr. Maria Helene Mösle und Sr. Maria Hedwig Preussler ein. Zur Feier dieses freudigen Ereignisses hatten Sr. M. Daniela und Sr. M. Franziska eine feierliche Vesper (Abendgebet) vorbereitet. 

Ausgangspunkt der Ansprache war das Gleichnis vom „Schatz im Ackerboden“, welches als Lesungstext ausgewählt wurde. Wie der glückliche Finder haben beide Jubilarinnen einen solchen Schatz in ihrem Leben entdeckt: Jesus Christus und seine Botschaft vom Reich Gottes. Dieses Geschenk bereicherte ihr Leben so sehr, dass es ebenfalls zum Schatz wurde. 

Die Lebensschätze von Sr. M. Helene sind immaterieller Art. Als Erzieherin war sie in Kindergärten in Kaufbeuren, Nesselwang und Obergünzburg liebevolle Wegbegleiterin für viele Kinder. Auch wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht am Jubiläum teilnehmen konnte, war sie dennoch in unseren Herzen und Gebeten dabei. 

Das Lebenswerk von Sr. M. Hedwig ist in unseren Gottesdiensten dagegen immer wieder sichtbar. Die Meisterin der Paramentenstickerei gestaltete zahlreiche künstlerisch wertvolle Stolen und Messgewänder, an denen wir uns nach wie vor freuen.
Sr. M. Helene war im Herzen dabei.

Darin wird äußerlich sichtbar, wie kostbar für die folgenden Schwesterngenerationen das Leben und die Werke derer sind, die uns auf dem Weg als Franziskanerin des Crescentiaklosters vorangingen. 

Sehr bewegend war die Professerneuerung von Sr. M. Hedwig, die von der Oberin Sr. Johanna Maria in Stellvertretung für die Gesamtgemeinschaft entgegengenommen wurde.

Sr. M. Hedwig wird von Pfarrer Rottach gesegnet.

Wie vor 65 Jahren versprach sie mit fester Stimme die Gelübde von Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam – welch starkes Zeichen der Treue. 

Dankbar und gestärkt blicken wir auf eine schöne Feier zurück, durch die wir alle reich beschenkt wurden: wie durch den Fund einer schönen und kostbaren Perle.






Wir haben eine neue Ordensleitung

 Sr. Johanna Maria Höldrich übernimmt den Dienst der Oberin

 

Die neue Ordensleitung: Hinten (von links nach rechts): Sr. M. Franziska Stahl, Sr. M. Christine Sontheim, Sr. M. Angelika Wißmiller. Vorne (von links nach rechts) Sr. M. Monika Full, Oberin Sr. Johanna Maria Höldrich, und Domvikar Andreas Miesen.


„Ich, Schwester Johanna Maria Höldrichverspreche Gott, dem Allmächtigen, und der Gemeinschaft der Franziskanerinnen des Crescentiaklosters in Kaufbeuren, mein Amt als Oberin gewissenhaft zu verwalten im Geiste des heiligen Evangeliums, nach der Regel und der Lebensordnung mit Satzung für die Franziskanerinnen des Crescentiaklosters in Kaufbeuren, gemäß den Bestimmungen des kirchlichen Rechtes und der Kapitel unserer Gemeinschaft. Ich will mich bemühen, allen Schwestern in sorgender Liebe zu dienen.“

Mit diesen bewegenden Worten erklärte sich Sr. Johanna Maria am 17. September 2021 vor der Schwesterngemeinschaft und dem zuständigen Ordensreferenten Herrn Domvikar Andreas Miesen in einer feierlichen Eucharistiefeier bereit, ihren Dienst als Oberin anzunehmen. Zuvor hatten sie die Franziskanerinnen des Crescentiaklosters unter Vorsitz des bischöflichen Vertreters in einer geheimen Wahl als Oberin gewählt. 

Die 38 -jährige gebürtige Allgäuerin wird für fünf Jahre die Gemeinschaft des Crescentiaklosters leiten. Ihr zur Seite stehen die vier Rätinnen Sr. M. Angelika Wißmiller (Vikarin), Sr. M. Monika Full, Sr. M. Christine Sontheim und
Sr. M. Franziska Stahl.

Als Zeichen für den Leitungsdienst übergab Domvikar Miesen der neuen Oberin  die Lebensregel, den Klosterschlüssel und  das Siegel der Gemeinschaft. Auf das Zeichen des Siegels ging er zuvor in seiner Predigt ein. Am 17. September feiern die franziskanischen Gemeinschaften den Tag, an dem unser Ordensvater 1224 auf dem Berg La Verna die Wundmale Christi empfing. In diesem mystischen Geschehen ließ Jesus Franziskus ihm ähnlich werden und prägte ihn mit seinem Siegel. Mit der Zusage, dass uns Gott in Christus sein Siegel aufgedrückt hat, dürfen Sr. Johanna Maria und ihre Rätinnen gestärkt ihren Dienst beginnen. Wir Schwestern wünschen ihnen dabei Gottes Segen. 

 




Grillfest mit unseren MItarbeiter*innen

Reinhard Einsiedler am Grill

In zahlreichen Arbeitsbereichen werden wir Schwestern von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen unterstützt. Sei es Küche, Hauswirtschaft, Krankenstation, Kloster-pforte, Hausmeisterei, Klosterladen ...- ohne die vielen helfenden Hände wäre einiges nicht möglich. Deshalb freuen wir uns, dass die Corona–Regeln am 7. September ein Dankeschön–Grillfest zuließen.

Natürlich wurden dabei die aktuellen Hygiene-Schutzbestimmungen beachtet und Gäste sowie Schwestern ließen sich vorher testen. Im Refektorium (Speisesaal) der Schwestern bestand die Möglichkeit zum geselligen Miteinander. Reinhard Einsiedler, Küchenchef der Internatsküche mit Mensabetrieb für die Marienschulen und Inhaber eines Partyservice, sorgte vorzüglich für das leibliche Wohl. Bei köstlich zubereitetem Grillgut und verschiedenen Salaten gab es reichlich Gesprächsstoff und auch Freude und Lachen hatten ihren Platz.

Musikalisch mitreißend wurde der Abend von den „Nordhangmannen“ gestaltet. Die fünf Mitglieder der A-capella Gruppe, die alle von der Nordseite des Auerbergs kommen, bescherten uns einen kurzweiligen Abend mit Evergreens wie „Caravan of Love“ oder „Can you feel the love tonight“. 

Ihren eigenen Stil zeigten Markus Endraß, Hannes Haf, Xaver Hanslmeier, Jim Magnusson und Peter Settele mit selbstgetexteten Liedern wie die „Gschicht vom Schwob“ – teilweise gesungen in bester Allgäuer Mundart. 

Neben schauspielerisch exzellent vorgetragenen humorvollen Liedern zeigte das Quintett in einigen Balladen auch seine gefühlvolle Seite und regte zum Nachdenken an. Mit einem musikalischen „Gute Nacht“ be-endeten die Sänger ihre Darbietung, die zu einem rundherum gelungenen Abend beigetragen hat. Gemeinsam mit unseren Gästen können wir dankbar sagen: Schön war´s!

Die Nordhangmannen sorgen für stimmungsvolle Musik



Bundesdeutsches Juniorinnentreffen im Kloster Oberzell

 

31 Schwestern aus 25 Ordensgemeinschaften beim bundesdeutschen Juniorinnentreffen im Kloster Oberzell bei Würzburg


Gesichter der Liebe

Seit Menschengedenken ist sie in aller Munde: die Liebe. Zahlreiche Lieder, Geschichten und Gedichte ranken sich um sie. Meist handeln diese von der romantischen Liebe und dennoch ist Liebe ein Phänomen, das viele Gesichter hat. Auch unsere Berufung zum Ordensleben ist eine Berufung zur Liebe, wie es das
II. Vatikanische Konzil herausstellt. Dieser Spur konnten wir beim bundesdeutschen Juniorinnentreffen
[1] der DOK (Deutsche Ordensobernkonferenz e.V in Bonn) vom
02. bis 05. September 2021 unter der Leitung von Sr. M. Scholastika Jurt OP
[2] als Referentin und Sr. Juliana Seelmann OSF[3] als Kursleitung nachgehen. Auch wir jungen Schwestern aus dem Crescentiakloster durften dabei sein. Wie gewohnt trafen wir uns im Haus St. Klara der Oberzeller Franziskanerinnen bei Würzburg.

Der Liebe auf der Spur

Mit großem Einfühlungsvermögen begleitete die Generalpriorin der Arenberger Dominikanerinnen 31 Juniorats - Schwestern aus 25 katholischen und evangelischen Ordensgemeinschaften durch diese wertvollen Tage. 

Unter dem Thema „Berufung als Liebesbeziehung“ durften wir uns auf Spurensuche begeben. Nach und nach näherten wir uns diesem großen und umfassenden Thema an, erspürten es und füllten es mit Leben. 

Ausgehend von der Liebe zum Leben allgemein, führte unsere Reise weiter zur Liebe zu uns selbst, gefolgt von der Liebe zum Mitmenschen und dann zur Liebe zu Gott, der jede von uns ganz persönlich liebt. In lebensnahen Vorträgen, Gruppengesprächen und Impulsen durften wir erfahren, wie sehr diese drei Ebenen miteinander verwoben sind.

Dank der guten Organisation und Planung des Treffens durch Sr. Juliana in Zusammenarbeit mit den zwei Juniorinnen Sr. Martina Baumann und Sr. Delia Klinger war es uns möglich, immer tiefer in dieses spannende Thema einzutauchen.

Gelebte Schwesterlichkeit

In den von verschiedenen Juniorinnen vorbereiteten Gebets- und Gottesdienstzeiten bereicherten wir uns gegenseitig durch die verschiedenen Spiritualitätsformen der unterschiedlichen Gemeinschaften.

Mindestens genauso wichtig wie die inhaltliche Arbeit sind bei diesen Treffen die Begegnungen und der Austausch auf persönlicher Ebene. Sei es bei den köstlich zubereiteten Mahlzeiten oder beim abendlichen Zusammensein: Es gab immer reichlich Gesprächsstoff und auch Freude und Lachen hatten ihren Platz.

Dankbar und gestärkt kehrten wir am Sonntag zurück in unsere unterschiedlichsten Gemeinschaften in den verschieden Regionen Deutschlands und der Schweiz – ver-bunden durch unsere Berufung zur Liebe.

                                                                                    

[1] Eine Juniorin ist eine Schwester in Ausbildung, mit zeitlicher Profess. Mehr zur Ordensausbildung unter: https://www.crescentiakloster.de/Berufungsklaerung/index.html
[2] Ordo Praedicatorum (Dominikaner*innen)
[3] "Ordo Sancti Francisci .Franziskanerinnen







I will follow HIM

         Sr. Mirjam Treffler legt im Crescentiakloster die Erstprofess ab         

 


Sr. Mirjam verspricht in Armut, Gehorsam und eheloser Keuschheit zu leben (v.l. Sr. Mirjam Treffler, Zeugin Sr. Elisabeth Wilhelm und Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach).
Am „Weißen Sonntag“, dem Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, konnten wir Schwestern des Crescentiaklosters ein großes Fest feiern, wenn auch corona- bedingt im kleinen Kreis. Schwester Mirjam Treffler legte in einem öffentlichen Gelübde ihre erste Profess ab. In einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach, versprach die 25-jährige Ordensfrau, zunächst für die Dauer von zwei Jahren in Armut, Gehorsam und eheloser Keuschheit zu leben. 


 Ich bin bereit 

„Am Sonntag nach Ostern hören wir in der Liturgie das Evangelium von Thomas“, erläuterte Pfarrer Rottach und deutete in seiner Predigt drei Charakterzüge des biblischen „Zweiflers“ für das Ordensleben von Sr. Mirjam: Thomas braucht Zeit und er bekommt Zeit, denn Jesus geht es nicht darum, Druck auszuüben. Thomas ahnt, dass die Wunden bei Jesus ein Ausweis seiner Glaubwürdigkeit sind und dass damit auch wir angenommen sind mit der je eigenen Geschichte, und schließlich formuliert Thomas ein Sehnsuchtsgebet, das auch für uns tragfähig ist: „Mein Herr und mein Gott.“ 

Im Beisein von Eltern, Geschwistern und allen Schwestern der Gemeinschaft fragte Oberin Sr. M. Martha Lang die Novizin: 

„Bist du bereit, aus freiem Entschluss Jesus in unserer Gemeinschaft nachzufolgen?“
Mit strahlendem Gesicht und sicherer Stimme gab Sr. Mirjam Antwort: „Ich bin bereit“. Als Zeichen für ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft erhielt sie den schwarzen Schleier und den franziskanischen Strick, den jetzt die typischen drei Knoten zieren, die an die Gelübde Armut, Gehorsam und ehelose Keuschheit erinnern.  


Sr. Mirjam (links) nimmt von Oberin Sr. M. Martha Lang den franziskanischen Strick mit den drei Knoten entgegen.

„I will follow HIM“, diese Hymne aus dem Film Sister Act erklang von der Klosterband, als Sr. Mirjam sich kurz in die Sakristei zurückzog, um dann mit neuem Schleier und Strick mit den drei Knoten in die Gemeinschaft zurückzukehren. 

 Im Aufwind

Schwestern, Familie und Freunde überbrachten Sr. Mirjam corona-konform Glückwünsche, unter anderem mit einem Rätsel und dem Lied „Im Aufwind“, das über die Berufung zum Ordensleben erzählt. Das gemeinsame Abendlob und das festliche Abendessen, bei dem Sr. Mirjam in die Junioratsgruppe, die nächste Ausbildungsphase im Ordensleben aufgenommen wurde, rundeten die Feierlichkeiten ab. Mit Schwester Mirjam sind somit nun vier Schwestern im Juniorat. „Es war für mich ein schöner Tag. Ich bin voller Dankbarkeit“, resümierte sie glücklich. 


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