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Aktuelles


Das Ulrichskreuz hält Station im Crescentiakloster

 

Von Rosenmontag bis Aschermittwoch diesen Jahres hielt das Ulrichskreuz Station im Crescentiakloster. Zuvor war es schon in anderen Pfarreien zu Besuch, zuletzt in Ebersbach.

Neben der Möglichkeit, zu den Pfortenöffnungszeiten für einen Moment der Andacht vor dem Ulrichskreuz in das Oratorium der Schwestern zu gehen, wurde in der Hl. Messe am Montag dem Hl. Ulrich im Besonderen gedacht. Nach der Hl. Messe zu Aschermittwoch wurde das das Ulrichskreuz abgeholt und wanderte somit nach 3 Tage Aufenthalt im Kloster weiter in die nächste Pfarrei.

Die Idee von Bischof Bertram Meier, das Ulrichskreuz in den Pfarreien zu „beherbergen“, habe auch die Intention, dass sich die Menschen bistumsweit intensiver und näher mit dem Hl. Ulrich auseinandersetzen. Die Aktion wurde im Rahmen des vom Augsburger Bischof Bertram Meier ausgerufenen Ulrichsjubiläums 2023/2024 durchgeführt.

Sr. Clara Marie Beuth





Soli deo gloria - alles zur Ehre Gottes
 Benefizkonzerte in der Klosterkirche

Gleich zwei musikalische Schmankerl bescherte uns der Dezember.

Am 17.12. luden die Konsonanten aus Mindelheim mit dem Konzert „Oh, du stille Zeit“ zu einer besinnlichen Stunde ein. Der A-capella-Chor trug mit mehrstimmig und gekonnt vorgetragenen adventlichen Weisen zur Entschleunigung im vorweihnachtlichem Trubel bei. Ergänzt wurde der wunderbare Gesang durch Lesungen von Texten aus dem Adventskalender „der andere Advent“. Der Eintritt des Konzerts war frei, die erbetenen Spenden stiftete die Gruppe der Essensausgabe für Bedürftige, die an sechs Tagen der Woche an der Klosterpforte stattfindet.

Die Konsonanten aus MIndelheim

Auf eine Gage verzichtete auch Julia Kuhn bei der „musikalischen Andacht zum Jahreswechsel“ am 28.12. in der Klosterkirche. Die Violinistin bat ebenfalls um Spenden zugunsten des Klosters.

Sie bot den Zuhörern mit Werken von Bach, Telemann und Biber einen wahren Ohrenschmaus. Der frenetische Beifall und der herzliche Dank von Sr. M. Angelika, die als Vikarin die Oberin Sr. Johanna Maria vertrat, zeigten, dass die junge Musikerin den Zuhörern und Zuhörerinnen eine große Freude bereitet hat.

Hatten beide Konzerte auch ihren jeweils eigenen Akzent, wurde dennoch durch beide deutlich: Gott kann auf unterschiedlichste Art und Weise gelobt werden – auch in Kunst und Musik. Schon Johann Sebastian Bach drückte dies aus, indem er all seine Werke mit folgenden Satz signierte, der den Grundtenor der beiden Konzerte bildet: „Soli deo gloria - alles zur Ehre Gottes“.

Julia Kuhn bei der musikalischen Andacht zum Jahreswechsel




Adventsfeier des Freundeskreises

Auch in diesem Jahr feierten wir Schwestern gemeinsam mit den Freunden und Ehrenamtlichen des Klosters Advent.

Zu Beginn stand eine von Udo Süß und dem Klosterseelsorger, Pfarrer Rottach, vorbereitete Andacht, welche von Sr. Johanna Maria mit adventlich-bestärkenden Worten eingeführt wurde. Udo Süß verstand es auf bereichernde Weise, die spirituellen Impulse im Wechsel mit der Musik der Bidinger Saitenkretzar klingen zu lassen. Rund eine halbe Stunde fanden Freunde und Schwestern in eine Zeit der Entschleunigung und des Miteinanders.


Nach dem Segen Gottes durch den Klosterseelsorger lud Sr. Johanna Maria anschließend zu Beisammensein mit Punsch und Gebäck in das Refektorium ein. Hier wurde sich angeregt unterhalten, gelacht und ausgetauscht. Wir freuen uns sehr und sind dankbar, über die stete Verbundenheit und Hilfe unserer Freunde und Ehrenamtlichen. Für uns Schwestern wäre ohne die Ehrenamtlichen manches nicht machbar. Vergelts Gott und eine gesegnete Adventszeit im Zugehen auf das Weihnachtsfest.


 Sr. Clara Marie








Gedenktag der Heiligsprechung Crescentias
 Heilige erden den großen Gott

Von links nach rechts Kaplan Vipin Varghese , Stadtpfarrer Bernhard Waltner, Festprediger Helmut Enemoser, Klosterseelsorger Karl Rottach und Kaplan Heiko Nüchtern

Jeder Heiligsprechungstag bietet für uns Schwestern die Möglichkeit innezuhalten und uns wieder neu darüber bewusst zu werden: Eine Heilige hat unter uns gelebt und gewirkt. Wir leben sozusagen in einer „begehbaren Reliquie“. Dies ist Ansporn, Herausforderung und Wegweiser zugleich. Überall im Kloster und in der Stadt finden sich Spuren dieser berühmten Ordensfrau, die auch heute noch Menschen anzieht. 

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ihr zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und Bannerabordnungen Kaufbeurer Verbände beim Festgottesdienst am 25. November die Ehre erwiesen. In diesem Jahr wurde dieser im Rahmen der Pilgermesse am Samstagvormittag gefeiert. 

Stadtpfarrer Bernhard Waltner konnte in der gut besetzten Pfarrkirche St. Martin auch etliche Mitbrüder am Altar begrüßen. Neben Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach konzelebrierten auch die beiden Kapläne Vipin Varghese und Heiko Nüchtern.

Festprediger war Pfarrer Helmut Enemoser. Der gebürtige Kaufbeurer zeigte in seiner Ansprache die Bedeutung von Heiligen für unser Gebetsleben auf. In Crescentia haben wir eine „Heilige vor Ort“, die den großen Gott ein Stück greifbarer macht, ihn sozusagen erdet. Wir können uns also an „eine von uns“ wenden, wenn Er uns zu schwer greifbar scheint.

Die musikalische Gestaltung der Messfeier machte diese auch zum Fest für die Ohren. Unter Leitung von Stefan Mohr, der auch die Orgel spielte, waren als Sopranistinnen Isabella Hahn und Angela Klinger zu hören. Neben der Mass in D minor von Charles Herbert Kitson erklangen auch zwei Werke von Henri Carol.

 

Nach dem abschließenden Segen mit der Reliquie der Heiligen kehrten die Kirchenbesucher gestärkt in ihren Alltag zurück. Die Zusage, dass wir uns immer an Gott wenden können – sei es direkt oder über Crescentia - ist eine Ermutigung, die dem Leben Halt und Sicherheit gibt.

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 „We are family

Erweitertes U 50 Schwestern und Brüder Treffen der Infag

 

Vom 17.11. -19.11.2023 trafen sich 9 Schwestern und ein Bruder aus 8 unterschiedlichen Gemeinschaften in Dillingen.

Ziel dieses Wochenendes war es sich gegenseitig kennenzulernen und sich auszutauschen. In lebhaften Austauschrunden erzählten wir einander und diskutierten über Themen, die uns im Alltag beschäftigten. Es war bereichernd in unterschiedlichen Formen miteinander zu beten und gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohner der Regens Wagner Stiftung und der Gemeinde zusammen den Sonntagsgottesdienst zu feiern. Außerdem haben wir die Geschichte und die Gemeinschaften der Dillinger Franziskanerinnen kennengelernt und uns mit dem Positionspapier der Franziskaner zum Thema „Kirche sein in der Freiheit der Kinder Gottes“ beschäftigt. Gestärkt und ermutigt haben wir uns am Sonntag verabschiedet und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen bei dem wir uns auch auf neue Gesichter freuen.

Es waren Schwestern aus Oberzell, Sießen, Reute, Dillingen, Kaufbeuren, den Clemensschwestern aus Münster, den Diakonissen aus Riehen und ein Franziskanerbruder dabei.

 Sr. Veronika (Sießen) & Sr. Theresa (Reute)




Feier der Ordensjubiläen

von links nach rechts: Sr. M. Martha, Sr. Johanna Maria, Sr. M. Monika und Sr. M. Aurelia

In diesem Jahr können vier Schwestern unserer Gemeinschaft auf ein reiches Ordensleben schauen: Sr. M. Aurelia auf 65 Jahre, Sr. M. Gertrud auf 60 Jahre und die Schwestern M. Monika und M. Martha auf 40 Jahre. Das Jubiläumsfest fand am 8. Oktober in unserer Institutskirche und im Internat statt. Dr. Christian Hartl, Direktor des Exerzitienhauses Leitershofen, zelebrierte zusammen mit Klosterseelsorger Karl Rottach und Pfarrer Rudolph Klaus den Festgottesdienst. Ausgehend von den Tagestexten des Sonntags, in denen das Motiv des Weinbergs vorkommt, verglich Festprediger Pfarrer Hartl das Ordensleben mit der Arbeit in einem Weinberg. Hier brauche es Geduld, Fleiß und Achtsamkeit.

Dabei gehe es aber nicht nur um die eigene Leistung, sondern (wie in jedem Leben) vielmehr um die Erkenntnis, dass es letztlich Gott ist, der sich um jeden und jede Einzelne von uns müht. Gestärkt durch die Predigt erneuerten Sr. Aurelia, Sr. Monika und Sr. Martha ihre Profess und erhielten die mit Liebe von Sr. M. Daniela verzierten Jubiläumskerzen. Sr. Gertrud, die aus gesundheitlichen Gründen nicht am Gottesdienst teilnehmen konnte, war dennoch in Gedanken und symbolisch auch durch ihre Jubiläumskerze Teil der berührenden Feier. 

Angela Hohler, Musiklehrerin an der Marien-Realschule, ein ehemaliges Internatskind, sang die Bachkantaten „Schaff’s mit mir, Gott“ und „Ich halte treulich still“. Auch Mario Eder an der Orgel sorgte für eine musikalisch sehr gelungene Feier. 

Das Mittagessen, vom Partyservice des Internatskochs Reinhard Einsiedler hervorragend zubereitet, fand in der Mensa statt. Oberin Schwester Johanna Maria begrüßte die Festgesellschaft herzlich und regelte den flüssigen Gang zum heißen Buffet. Am Nachmittag gestalteten Sr. M. Franziska, Sr. M. Irene und Sr. Anna Maria eine Hommage an die vier Jubilarinnen in Bildern und Worten. Danach gab es Kaffee und Kuchen. Der Tagesausklang gehörte dem Schwesternkreis allein: Nach der feierlichen Vesper in der Klosterkirche gab es ein schönes Abendessen im Mutterhaus. Gott hat uns allen und wir haben uns gegenseitig einen wunderschönen Tag geschenkt.

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Ausflug mit den Ehrenamtlichen
nach Illertissen

 

Als Dankeschön für die tatkräftige und treue Unterstützung, lud die Ordensleitung unsere Ehrenamtlichen zu einem Ausflug nach Illertissen am 23. September 2023 ein. 29 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt und stiegen gespannt und neugierig in den Bus am Parkhaus Süd.


Geschickt manövrierte uns Dominik, der Busfahrer, zu unserem ersten Ausflugspunkt, der Gärtnerei Gaißmayer. Bei perfekter Wetterlage erkundeten alle das eindrucksvolle Areal, welches über 2.500 Arten und Sorten von Stauden, Kräutern und Gräsern beherbergt. Dabei sammelten nicht nur die Ehrenamtlichen, die im Berggarten tätig sind neue Anregungen. Wir staunten über die große Pflanzenvielfalt, genossen die Sonne im Freien und erfreuten uns am Geruch der Schokominze. 

Gut, dass der Bus geräumig genug war, der uns zwei Stunden später wieder eingesammelt und uns mit vielen neuen, botanischen Errungenschaften zum Restaurant „Mariele“ in Au brachte. Dank der guten Organisation durch die Vorbestellungen der Mittagessen, standen in null Komma nichts sehr großzügige und schmackhafte Speisen auf jedem Tisch. 

Mit mehr als gut gefüllten Mägen traten wir gegen 14:00 Uhr die Weiterreise nach Berkheim zum Kloster Bonlanden an. Dort erwartete uns bereits Schwester Witburga, die uns sehr spannend und doch auch mit einer guten Prise Humor, die Krippenausstellung im ausgebauten ehemaligen Heuschober zeigte. In 16 Szenen wird dort mit über 250 Jahre alten Krippenfiguren, deren Köpfe handgeschnitzt sind, die Menschwerdung Gottes dargestellt. Beginnend mit der Prophezeiung aus dem Buch Jesaja konnte man auf sehr eindrucksvolle Weise den Werdegang Jesu verfolgen, der in der letzten dargestellten Szene „Die Frau am Jakobsbrunnen“ mündete. Nach den sehr informativen Ausführungen von Schwester Witburga, hatten wir noch die Möglichkeit, die 160 Quadratmeter Krippenlandschaft auf eigene Faust zu entdecken, sowie den Klosterladen im unteren Geschoss anzusehen.

Im Pilgerstübchen konnten wir dann um 16:00 Uhr eine Auswahl an leckeren Kuchen von der hauseigenen Konditorei genießen. Zum Abschluss zog es die meisten Ehrenamtlichen in die neugotische Klosterkirche St. Michael am Fuße des Berges auf dem das Kloster liegt. Dort sammelte uns der Bus gegen 17:00 Uhr wieder ein und fuhr uns auf sicherem Weg wieder zurück zu unserem Startpunkt in Kaufbeuren. Zufrieden und voller neuer Eindrücke verging der Tag wie im Fluge und alle verabschiedeten sich herzlich voneinander.
Vergelt‘s Gott für den wunderbaren Tag! 

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Bundesdeutsches Juniorinnentreffen

07.-10.09.2023 in Oberzell

Mit dem Thema „Leben in Spannungsfeldern“ beschäftigte sich eine Gruppe von 21 Juniorinnen 1  aus verschiedensten Gemeinschaften für rund vier Tage in Oberzell. Referentin des Themas war Prof. Dr. Katharina Karl. Mit vorbereitet haben Sr. Jakoba Gäbler und Sr. Franziska Fichtmüller.

Sr. Juliana Seelmann übernahm die Kursleitung.

Schon auf den unterschiedlichen Wegen nach Oberzell sammelten manche von uns durch Zugverspätungen und/oder hohen Temperaturen Erfahrungen der Spannung und Fremdheit. Dies bereitete einen guten Einstieg, zugleich legte sich durch die wohlwollende und offene Gruppendynamik bei den Teilnehmerinnen zunehmend die Spannung.

Den Rahmen und das Fundament dieser Tage bildeten gemeinsame Gebetszeiten, sowie der gegenseitige Austausch bei Tisch oder am Abend.

Zu Beginn der Module, die sich über die Schulungstage verteilten, ging es zunächst darum, Spannungen und auch Grenzen auszuloten und wahrzunehmen.

Im Verlauf des Kurses bekamen wir ein Gespür dafür, dass es nicht nur negative Spannungen, sondern auch positive Spannungen gibt, die uns lebendig und sogar auch kreativ werden lassen können. Eine philosophisch-anthropologische Einführung ging einer kreativen, selbstreflexiven Zeit mit der Frage „Was ist in mir da, wenn ich an Spannungen denke?“ voraus.

Die Referentin verstand schon hier, wie auch in den restlichen Stunden des Kurses, methodisch abwechselnd und reichhaltig zu arbeiten und so alle Teilnehmerinnen mit in den thematischen Spannungsbogen des Kurses mit hineinzunehmen. Stets gab es auch gemeinsamen Erfahrungsaustausch in Kleingruppen und der gesamten Gruppe.

Der dritte Teil des Kurses thematisierte mithilfe unterschiedlicher Zugänge die Erfahrung der Fremdheit und eine Definition des Fremden, bevor wir am Nachmittag in einen Bibliolog einstiegen. Die Schriftstelle der Begegnung zwischen Jesus und der Frau, deren Tochter von einem üblen Geist besessen war, ließ uns noch einmal das Thema des Nachmittags vertieft verstehen und darüber in den Austausch kommen.

Am letzten Tag der inhaltlichen Arbeit, dem Samstag, beschäftigten wir uns mit der sogenannten „interkulturelle Reise“. Dazu gab es wieder einen theologischen Einstieg, gefolgt von einer Textarbeit und gemeinsamen Austausch hierzu.

Nachmittags bekamen wir ein Praxis-Papier eines „Reflecting Teams“, das bei Konflikten und Situationen der Spannung lösungsorientiert und zur gegenseitigen Stärkung dienen sollte.

Die Gruppe war in der Abschlussrunde dankbar für die inhaltliche Arbeit, die abwechslungsreiche Methodik, den schönen Tagungsort und auch das freudige und offene Miteinander der Gruppe. Wir legten vor der Abschlussrunde noch das Thema für 2025 und weitere Formalia fest.

Bestärkt durch die Erfahrung von Gemeinschaft, Austausch und neuen Ideen, reisten die meisten Teilnehmerinnen am Sonntag nach dem Mittagessen wieder in die verschiedenen Gemeinschaften ab - und werden sicher mit neuem Schwung und Begeisterung die ein und andere Idee mitbringen. -
 Sr . Clara Marie Beuth

1.  Juniorinnen sind Schwestern in Ausbildung, ohne Profess auf Lebenszeit. Mehr zur Ordensausbildung erfahren Sie hier.




Tänzelfest und Lagerleben 2023


 Auch in diesem Jahr ging es in der Altstadt beim Tänzelfest und Lagerleben fröhlich und ausgelassen zu.

Nicht nur bei der Eröffnung im Tänzelfestrondell, bei der das Fest mit einem Gottesdienst unter den Segen Gottes gestellt wurde, sondern auch am Wochenende des Lagerlebens hörte man die verschiedenen Musik-Gruppen und Lager schon von Weitem klingen.

„Wie die Kinder“, so lautete das Thema des Gottesdienstes in Anlehnung an das diesjährige Motto „Rund 700 Jahre Schulwesen in Kaufbeuren“.

Viele staunten auch wie die Kinder über den doppelten und kräftigen Regenbogen, der nach kurzem Regenguss über dem Tänzelfestrondell zu sehen war.

Ab Freitagabend prägten rund um das Kloster Trommelrhythmen, der Geruch von Lagerfeuer, Flötenspieler und Tänze, Kinder die am Vormittag Kaufbeurer Leckerle und handgemachte Dinge verkauften das Lagerleben.

Auch ein paar von uns Schwestern hatten große Freude in der Stadt. Wir freuten uns über die spürbare Verbundenheit mit den verschiedenen Einrichtungen und Vereinen vor Ort und den angeregten Austausch bei ungezwungener Tänzelfest-Atmosphäre.

Am Sonntagnachmittag fand der Festumzug statt und am Montagmorgen wurden wir im Klosterhof von der Marktmusik besucht und zum Mittanzen eingeladen.

Nicht nur mitten in der Stadt zu wohnen, sondern auch mit der Stadt gemeinsam in ihren Festen zu leben und zu feiern, war eine schöne und auch wichtige Zeit.

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20 Jahre Crescentia-Pilgerweg

Ein "Reisetagebuch" verschiedener Pilger und Pilgerinnen.

​​​​​​​​​​​​Etappe I: Oberegg - Kaufbeuren

Am 18.05.2023, Christi Himmelfahrt, war es so weit: Das Jubiläumspilgern anlässlich des 20-jährigen Bestehen des Crescentiaweges begann!

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Eine Gruppe von Pilgern und Pilgerinnen sowie die Schwestern des Klosters feierten zu Beginn des Tages um 7.30 Uhr zusammen ein festliches Morgenlob. Mit auf den Weg nahmen die Pilger je ein Wort aus dem Tagesevangelium, selbst geschrieben auf einen kleinen Zettel. Nachdem die Schwestern den Pilgern den franziskanischen Segen zugesungen hatten, brach die Pilgergruppe mit dem Bus auf nach Oberegg - dem Startpunkt der ersten Etappe.

Schon im Bus war das Miteinander geprägt von Heiterkeit, Vorfreude und Kennenlerngesprächen.

Verschiedene Stationen, Impulse und landschaftliche Ausblicke und Einblicke auf dem Weg erlebte die Pilgergruppe, die aus circa 35 Teilnehmern, darunter auch einige Schwestern, bestand. Manche Teilnehmer erzählten, sie würden auch die nächsten drei Etappen bis zum Sonntag mitgehen.

Der Crescentiaweg ist circa 85 Kilometer weit und lässt sich in 4 Etappen aufteilen. Auf den Wegstücken gibt es immer wieder sogenannte Lebensstationen der Hl. Crescentia zu betrachten und zu durchbeten.

Auf dem Rückweg, der vorbei an der Fazenda in Bickenried über die Marienschulen und das Zollhäusschen in Kaufbeuren führte, wurden die Pilger von den Schwestern des Klosters, Vertretern der Stadt, Verteter der Kirchen und Bischof Dr. Bertram Meier in Empfang genommen. 

Nach einem letzten gemeinsamen Stück Weg durch die Stadt, begleitet von Fahnenträgern und einem besonderen Pilgerkreuz, feierten die Versammelten mit Bischof Dr. Bertram Meier im Klosterhof einen festlichen Gottesdienst.

Im Anschluss daran kamen alle bei Brezen, Getränken und Musik von den Obergünzburger Pfuzgern in Begegnung.

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Sr. Clara Marie 


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Etappe II Obergg - Ottobeuren

Nach der Einstimmung in der Klosterkirche brachte uns der Bus zur Kirche „Patrona Bavariae“ in Oberegg, wo wir bereits von der Bürgermeisterin erwartet wurden und von ihr dann eine interessante Einführung in die Kirchengeschichte erhielten. 

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Von Oberegg aus führte uns der Weg durch die sattgrünen Wiesen des Unterallgäus, vorbei an der Kapelle in Rappen, zur St. Wendelins Kapelle in Wineden. Abenteuerlich wurde der weitere Weg, als wir einen tiefen Taleinschnitt in der Nagelfluhkette durchqueren mussten, bevor wir kurz vor Markt Rettenbach die Mariengrotte erreichten und dort eine Statio machten. Pünktlich zum Mittagsglockenschlag erreichten wir die Kirche im Ort, wo wir neben dem Pfarrhof unsere verdiente Mittagsrast abhielten. Nächster Halt war in der Wallfahrtskirche Maria Schnee, die mit ihrem Altarbild an die bekannte Laterankirche Maria Maggiore in Rom erinnerte. Neben den drei Pilgerbegleiterinnen gab uns auch hier wie an vielen anderen Stationen der begleitende altkatholische Pfarrer Holger Laske geistliche Impulse mit auf den Weg. Anstrengend wurde der weitere Weg über Eheim mit der Kapelle St. Maria und Joseph hinauf zum kleinen Kirchlein in Hofs, wo wir auf dem Deckenfresko dem heiligen Leonhard begegneten, einem meiner, natürlich neben der heiligen Crescentia, Lieblingsheiligen, da ich in Aigen am Inn, einem der ältesten bayerischen Leonhardiwallfahrtsorte, aufgewachsen bin. Von Guggenberg aus konnten wir schon unser Etappenziel, die Basilika in Ottobeuren, erkennen. Dort empfing uns ein Benediktinerpater und erklärte uns in einfühlsamen Worten den Kirchenraum, der wie in einem Bilderbuch die gesamte Schöpfung wiederspiegelt.

Für mich persönlich war dies ein wunderbarer Pilgertag mit vielen geistlichen Impulsen, einigen Etappen des Schweigens zur inneren Einkehr, und vor allem mit guten Gesprächen mit den begleitenden Crescentiaschwestern und einigen Mitpilgerinnen, was unmittelbar einem meiner Lebensleitlinien voll entsprach: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben so wertvoll machen!“

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Rudolf Wisbauer

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Etappe III Ottobeuren - Mindelheim

Auch der dritte Tag des Jubiläumspilgerns begann mit einem Morgenlob in der Klosterkirche, das wir Schwestern vorbereitet hatten. Wie ein roter Faden zog sich der franziskanische Segen durch die Tage, den wir uns gegenseitig zusangen. So gestärkt waren wir bereit für die dritte Etappe des Pilgerwegs. Diese führte durch die schöne und hügelige Landschaft des Unterallgäus von Ottobeuren nach Mindelheim.

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Immer wieder bereicherte sie unser Unterwegssein mit geistlichen Impulsen. Auch wir Schwestern hatten Gebete und Gedanken für unterwegs vorbereitet. Wie die einzelnen Mosaiksteine eines Kirchenfensters, ergab sich so ein wunderschönes, ökumenisch geprägtes spirituelles Gesamtbild. Es wurde gesungen, gebetet und es gab Raum für Stille. Natürlich hatten wir auch an diesem Tag viel Gelegenheit zur Begegnung und Gespräch unterwegs. 

Immer wieder machten wir in den Kirchen und Kapellen unterwegs Rast, wie zum Beispiel in Frechenrieden, an der Franziskuskapelle in Stetten und zu Mittag auch in Mussenhausen. 

Dort fühlten wir uns im Pilgercafé neben der Kirche herzlich willkommen. Für Pilger stehen dort Getränke bereit und wir hatten die Gelegenheit die müden Füße auszuruhen.

Krönender Abschluss fand die Tagestour dann in Mindelheim. Nach einem Abendgebet, gestaltet von Sr. Johanna Maria, waren wir zu einer liebevoll angerichteten Brotzeit im Sommerrefektorium des Heilig-Kreuz-Klosters eingeladen. Hubert Klaus, Vorsitzender der Stiftung zum Heiligen Kreuz, gab uns so die Gelegenheit im Gespräch den Tag nochmals Revue passieren zu lassen. Müde, aber erfüllt wurde die Pilgergruppe schließlich wieder vom Bus abgeholt – in freudiger Erwartung des vierten und letzten Tags des Jubiläumspilgerns.

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Sr. Annika

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Etappe IV Mindelheim Kaufbeuren

Bevor wir in die längste Etappe des Pilgerwegs starteten feierten Pilger und Schwestern gemeinsam in der Klosterkirche heilige Messe. Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach legte uns in seiner Predigt ans Herz, uns vom Heiligen beschenken zu lassen und spendete den Pilgersegen. Der Franziskussegen am Ende der Messfeier durfte auch heute nicht fehlen. So gestärkt waren wir bereit für die letzte Etappe von Mindelheim nach Kaufbeuren.

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Etwa 26 Pilger und Pilgerinnen stellten sich der Herausforderung von 28 Kilometern.  Darunter war wieder eine Gruppe von uns Schwestern. Viele durften die Erfahrung machen, dass durch die angeregten Gespräche unterwegs der Weg nicht zu beschwerlich erschien. Auch an diesem Tag machten wir an den Lebensstationen Halt, um innezuhalten. Die Pilgerwegbegleiterinnen Helga Obermüller, Elisabeth Mann und Annemarie Jocher sowie die Schwestern luden dort zu geistlicher Reflektion ein.
 So pilgerten wir vom Unterallgäu ins Ostallgäu – an diesem Tag bei strahlenden und warmen Wetter. 

Kurz vor dem Kloster Irsee stieß Stadtpfarrer Bernhard Waltner zu uns. Nach einer Erklärung zur Klosterkirche und einem geistlichen Impuls ging es von Irsee über Bickenried weiter zur Fatima-Kapelle. Pfarrer Waltner erschloss uns anhand der Kirchenfenster der Kapelle diesen Ort. Nachdem wir uns müde aber glücklich der Klosterkirche näherten wurden wir von Glockengeläut begrüßt. Im Klosterberggarten erwarteten uns bereits die Schwestern. Pfarrer Waltner und Schwester Daniela schlossen den Tag mit einem Abendlob. Wir freuten uns, dass Oberbürgermeister Stefan Bosse gekommen war um mit uns zu feiern. Sr. Angelika, die Vikarin und Stellvertreterin von Schwester Johanna Maria, nutze diese Gelegenheit um sich offiziell bei den Pilgerwegbegleiterinnen Helga Obermüller, Annemarie Jocher und Elisabeth Mann zu bedanken. Beschenkt und bereichert entließen diese die Gruppe mit dem Wunsch, dass die Erfahrung des gemeinsamen Unterwegsseins nachhaltig im Alltag nachwirke, wie es Helga Obermüller ausdrückte. 

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Ich bin bereit

Erstprofess von Sr Clara Marie Beuth und Professerneuerung von Sr. Mirjam Treffler im Crescentiakloster 


Doppelten Anlass zur Freude hatten wir Schwestern des Crescentiaklosters am Ostemontag: Sr. Clara Marie Beuth legte in einem in einem öffentlichen Gelübde ihre erste Profess ab. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, zelebriert von Klosterseelsorger Pfarrer Karl Rottach, versprach die 26-jährige Ordensfrau, zunächst für die Dauer von zwei Jahren in Armut, Gehorsam und eheloser Keuschheit zu leben. Für Sr. Mirjam Treffler (27 Jahre) liegt dieses Versprechen nun schon zwei Jahre zurück. Sie erneuerte an diesem Tag ihr Versprechen für weitere drei Jahre. „Es ist sozusagen die Fortsetzung dessen, was sie bereits lebt“, erklärte Oberin Sr. Johanna Maria Höldrich in einer Einführung.

Übergabe der Professkerze an Sr. Mirjam

 

Ich bin bereit 

„Am Montag nach Ostern hören wir in der Liturgie eine der schönsten  Weggeschichten der Bibel“, erläuterte Pfarrer Karl Rottach und ging zunächst auf das gemeinsame Unterwegssein in der Erzählung ein. Anhand des Gedichts „Emmaus“ von Heinrich Bücker setzte er die Emmausgeschichte auch zum Ordensleben in Bezug. „Emmaus ist, wo Brot geteilt wird, wo einer spricht: Herr bleibe bei uns, wo einer den Abend spürt, und uns nach Hause führt“, heißt es dort. Dieses gemeinsame Brot (aus)teilen und einander Rat geben sind alles Aspekte des klösterlichen Lebens. 

Im Beisein von Eltern, Geschwistern, Freunden und allen Schwestern der Gemeinschaft fragte Oberin Sr. Joanna Maria Höldrich zunächst Sr. Clara Marie: „Bist du bereit, aus freiem Entschluss Jesus in unserer Gemeinschaft nachzufolgen?“

Mit strahlendem Gesicht und sicherer Stimme gab sie die Antwort: „Ich bin bereit.“

Als Zeichen für ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft erhielt sie den schwarzen Schleier und den franziskanischen Strick, den jetzt die typischen drei Knoten zieren, die an die Gelübde Armut, Gehorsam und ehelose Keuschheit erinnern. 

 „Herr, wie du willst, soll mir geschehen“, diese Hymne nach einem Text von Rupert Mayer SJ und einer Melodie von Alban Rüttenauer SAC, erklang von der Klosterband, nachdem sie sich kurz in die Sakristei zurückgezogen hatte und dann mit neuem Schleier und dem Strick mit den drei Knoten in die Gemeinde zurückkehrte.

Nach der Professablegung von Sr. Clara Marie, erneuerte Sr. Mirjam ihre Profess für weitere drei Jahre. Auch sie wurde zunächst von Sr. Johanna Maria gefragt, ob sie aus freiem Willen dazu bereit sei und auch ihre Antwort lautete mit Überzeugung: „Ich bin bereit.“

Anschließende Feier

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Kloster fröhlich weitergefeiert: beim gemeinsamen Essen, einem Impuls zu den Gelübden, bis hin bis zum gemütlichen Beisammensein am Abend im Kreis der Schwestern.

Das gemeinsame Abendlob und das festliche Abendessen rundeten die Feierlichkeiten ab. „Es war ein schöner Tag. Wir sind voller Dankbarkeit“, resümierten die beiden Junioratsschwestern glücklich.


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                                                                                                          Übergabe der Kerze an Sr. Clara Marie