
Die heilige Crescentia verstand es, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. In allem, was ihr begegnete, erkannte sie Spuren der Liebe und Größe Gottes. Die Schönheit einer Blume, das Zwitschern der Vögel oder das Rascheln der Blätter im Wind wurden für sie zu Hinweisen auf den Schöpfer.
Auch wir sind eingeladen, die Schöpfung aufmerksam wahrzunehmen. Gott spricht nicht nur durch Worte, sondern auch durch das, was uns umgibt. Wenn wir uns Zeit nehmen und bewusst schauen, hören, riechen und fühlen, können wir seine Gegenwart neu entdecken.
Vielleicht genügt schon ein kurzer Spaziergang durch die Natur, um staunend stehen zu bleiben. Der Duft einer Rose oder das Rauschen der Blätter im Wind und so viel mehr können daran erinnern, wie vielfältig und wunderbar Gottes Schöpfung ist.
Bitten wir Schwester Crescentia um wachen Augen und ein offenes Herz. Möge sie uns helfen, in den Geschöpfen die Handschrift Gottes zu erkennen und in den kleinen Dingen des Alltags immer wieder seine Nähe zu erahnen. Dann wird ein Spaziergang zum Gebet und unser Staunen zu einem Lobpreis des Schöpfers.
Sr. M. Annika