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Geistlicher Impuls

Vielleicht fragen Sie sich, wie dieses Wort in die Fastenzeit passt. Unsere Schwester Crescentia erinnert uns daran, dass echte Freude nicht nur von dem abhängt, was wir sehen oder erleben, sondern aus unserem Inneren kommt, aus dem, was Gott in uns wirkt.

Wir dürfen uns an Begegnungen, an Musik und an kleinen Momenten des Lebens freuen. Diese Freude ist wertvoll, doch sie allein genügt nicht. Die Fastenzeit lädt uns ein, auch die innere Freude zu entdecken, eine tiefere Freude, die trägt, wenn wir unser Herz öffnen und dem Heiligen Geist Raum geben.

Doch wie wächst diese Freude? Sie entsteht dort, wo wir innerlich Raum schaffen, in der Stille, im ehrlichen Gebet, im bewussten Verzicht. Manchmal ist weniger mehr. Wenn wir Gott das hinhalten, was uns belastet, und nicht alles kontrollieren wollen, kann der Heilige Geist wirken, als Friede, als neue Klarheit, als Kraft zur Liebe und zur Versöhnung. Diese Freude ist mehr als ein schöner Moment. Sie trägt, weil sie aus dem Vertrauen lebt: Ich bin gehalten. Ich bin geliebt. Gott ist mir nahe.

Oft hören wir, die Fastenzeit sei eine ernste und schwere Zeit. Doch Schwester Crescentia zeigt uns, dass die Freude des Alltags nicht verloren geht. Sie verwandelt sich, sie wird innerlicher, ruhiger und beständiger.

So kann die Fastenzeit zu einem Weg werden, auf dem sich äußere und innere Freude verbinden und zu einer tieferen Freude wachsen, die unser Herz weit macht. Denn wo die Freude des Geistes wohnt, da wohnt Gott in seinem Eigentum.

 Von Sr. M.Annika Wörle 

 

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