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Geistlicher Impuls


Gott zu Wort kommen lassen

 

„Und wenn meine Leidenschaften und Sorgen in mir reden wollen,
will ich, sobald ich es höre, zu ihnen sagen:

Schweiget still!
Und will mit Samuel sprechen:
Rede du, Herr, denn de
ine Dienerin hört.“

        (M. Crescentia Höß)

 

Schon von Kindheit an war es Crescentia ein großes Bedürfnis, Gottes Willen zu erkennen und zu erfüllen. Sie war eine Hörende, was sich in ihrem Beten widerspiegelte. Als Liebende wollte sie kein Wort ihres Geliebten verpassen. Deshalb gab die Beterin störenden Gedanken und Sorgen, die sie durchaus auch zu kennen schien, keinen Raum. 

Neben dem Reden mit Gott ist das Hören auf IHN eine sehr tiefe Form des Gebets. Das Durcheinander der Gedanken und Stimmen in mir scheinen das Hören zu erschweren, doch habe ich auch die Freiheit, mich gemeinsam mit Crescentia immer wieder neu Gott zuzuwenden. 

In der Fastenzeit geht es sowohl um ein Weniger als auch um ein Mehr. Dies kann unter anderem mein Beten betreffen. Ich möchte meinen „Redeanteil“ im Gebet zurücknehmen, um Gottes leiser Stimme in meinem Inneren mehr Gehör zu schenken. 

Heilige Crescentia, du große Beterin.  Erbitte mir beim Herrn ein hörendes Herz, damit ich erkenne, auf welche Weise Er zu mir spricht. Gemeinsam mit Dir bete ich: Rede du, Herr, deine Dienerin/dein Diener hört. Und wenn meine Leidenschaften und Sorgen in mir reden wollen, will ich, sobald ich es höre, zu ihnen sagen: Schweiget still.